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Geest
Geest


Im Landschaftsraum der Küstenheide liegt auch die Geest, eine Landschaft mit nur karger Vegetation. Sie entstand in der vorletzten Eiszeit, die vor etwa 100.000 Jahren zu Ende ging. Die aus dem Norden kommenden Gletscher schoben Gestein und Bodenmaterial vor sich her und lagerten es im norddeutschen Raum ab. So entstand die „Hohe Lieth“, ein in Süd-Nord-Richtung von Bremerhaven bis Cuxhaven verlaufender Geestrücken. Auf seinem Boden konnte sich – im Gegensatz zur Marsch – nur eine karge Vegetation entwickeln.

Ein riesiges Lager von Sand und Steinen

Wuchsen in der Nacheiszeit auf der Geest noch Eichen-Birken-Wälder, so wichen sie durch intensive Holz- und Weidenutzung einer offenen Landschaft aus weiträumiger Heide und kleineren Ackerflächen. So entstand und erhielt sich über Jahrhunderte eine von Heiden dominierte Landschaft, wie sie noch zum Ende des 19. Jahrhunderts für weite Teile Norddeutschlands typisch war.

Geest als Weideland

Die sanft gewellte Geest in Cuxhaven ist heute geprägt von einem vielfältigen Mosaik aus Feldern und Weiden in oft strukturreicher Wallheckenlandschaft sowie Eichenkrattwäldern, Kiefernwäldern und Heiden.

Das Geestkliff

Einmalig an der deutschen Nordseeküste ist die Landschaft zwischen Duhnen und Berensch, denn hier reicht die Geest bis an das Wattenmeer heran. Die Meeresbrandung formte im Laufe von Jahrtausenden eine bis zu acht Meter hohe Abbruchkante, ein sogenanntes Kliff. Es ist ganze 6,5 Kilometer lang und ersetzt auf dieser Strecke den Deich. Küstenheiden mit der Krähenbeere als Charakterpflanze bestimmen das Landschaftsbild dieses weitgehend naturbelassenen Übergangs vom Land zum Meer.