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Moor
Moor


Die Moore Cuxhavens zählen zu den selten gewordenen und wertvollen Landschaften in Europa. Sie sind Lebensraum bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Ursprünglich waren große Teile des Elbe-Weser-Gebietes von Mooren bedeckt. Man unterscheidet je nach Entstehung:

  • die im Grundwasserbereich gebildeten nährstoffreichen Niedermoore (=Flachmoore)
  • und die vom Grundwasser unabhängig wachsenden nährstoffarmen Hochmoore, die vom Regenwasser gespeist werden.


  • Hochmoore

    Hochmoore sind charakteristisch für den feuchten, vom atlantischen Klima beeinflussten Küstenbereich. Sie bildeten sich über einen langen Zeitraum nach Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren. Das für Hochmoore typische Torfmoos wird nach dem Absterben nur unvollständig zersetzt, sodass es sich anreichert und als hervorragender Regenwasserspeicher den Hochmoortorf bildet.

    Heute ist die Moorlandschaft am Südrand des Stadtgebietes stark entwässert. In den dortigen Naturschutzgebieten Herrschaftliches Moor und Aßbütteler Moor finden sich allerdings noch Hochmoorreste, um deren Erhalt die Naturschutzverwaltung durch Flächenkäufe und das Schließen von Entwässerungsgräben bemüht ist.

    Niedermoore

    Niedermoore finden sich in Cuxhaven im Randbereich zwischen Marsch und Geest. Entwässerungen ermöglichen heute weitgehend eine landwirtschaftliche Nutzung als Wiesen und Weiden. Mit ihrem vielfältigen Nutzungsmosaik, den Gräben und gliedernden Gehölzen bereichern Niedermoorgebiete die Landschaft Cuxhavens.

    Deemoor

    Das Deemoor gehört auch zu den Niedermoorgebieten. Da es von keinem Deich geschützt wird, läuft bei Sturmflut noch immer Meerwasser in das Deemoor und sorgt dafür, dass hier Salzwiesenpflanzen wachsen können.

    Finkenmoor
    Finkenmoor

    Das Finkenmoor entwickelte sich über Jahrtausende aus einem Gewässer, das durch Ablagerungen verlandete. Heute sieht es aus wie ein Weiher, doch das moorbraune Wasser zeugt von seiner Geschichte. Seit 1938 steht es als Naturdenkmal unter Schutz.