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Sicherheit



1. Tideangaben beachten!

Der Höhenunterschied zwischen Niedrig- und Hochwasser beträgt ca. 3 m. Die Zeitdauer vom Hochwasser zum Niedrigwasser beträgt ca. 7 Stunden. In dieser Zeit ist das Wattwandern nach der Wattwanderzeit möglich. Die Dauer vom Niedrigwasser zum Hochwasser beträgt ca. 5,5 Stunden.

> Die Niedrig- und Hochwasserzeiten verschieben sich täglich. Starten Sie niemals bei auflaufendem Wasser (Flut) zu einer Wattwanderung.

> Beachten Sie die aktuellen Wattwanderzeiten. Der günstigste Beginn liegt ca. 2 Stunden vor Niedrigwasser. Erkundigen Sie sich vor Ihrer Wattwanderung nach der aktuellen Wettervorhersage! Bedenken Sie, das Wetter kann hier schnell umschlagen.

> Berechnen Sie die Zeit für den Rückweg so, dass eine rechtzeitige Rückkehr vor dem Einsetzen der Flut gewährleistet ist!

> Die Priele laufen nach dem Niedrigwasser zuerst voll und haben starke Strömungen, sie können Ihnen den Rückweg abschneiden!

> Nehmen Sie nach Möglichkeit ein Handy mit!

> Gehen Sie auf keinen Fall bei Dunkelheit, Sturm, Nebel oder Gewittergefahr ins Watt, das wäre lebensgefährlich!

> Tragen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit eine gut sichtbare Kleidung!

> Die Salzwiesen und das strandnahe Gebiet zwischen Duhnen und Sahlenburg dürfen zum Schutz der Natur nicht betreten werden! Es besteht Gefahr, zu versacken!

> Achten Sie auf Schlickfelder im Übergang vom Strand zum Watt, Sie könnten steckenbleiben!

> Achten Sie beim Wattwandern auf die Signalbälle! Bei Niedrigwasserzeit beginnt das Wasser wieder aufzulaufen. Zu diesem Zeitpunkt werden die Signalbälle hochgezogen. Verlassen Sie dann zügig das Wattgebiet!

> Bei Wetterwarnungen (Gewitter, Seenebel u. a.) werden ebenfalls die Signalbälle hochgezogen. Verlassen Sie dann zügig das Watt!

> Im Wattgebiet sind in der Saison 7 Rettungsbaken aufgestellt. Sie können sich dort in Sicherheit bringen, wenn Sie vom auflaufenden Wasser überrascht werden.

> Nutzen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den Service einer geführten,
professionellen Wattwanderung!

2. Auf der Elbseite vom Leitdamm herrscht Badeverbot!
Der Leitdamm ist ein mehr als 10 km langer Steindamm am Elbe-Fahrwasser. Er trennt das Wattenmeer von der Fahrrinne. Bei Ebbe fällt auch ein kleiner Streifen elbseitig des Leitdamms trocken. Vorbeifahrende Schiffe erzeugen Sog und Wellen, die den Uferstreifen überspülen. Das Betreten des Leitdammes ist verboten! Hier besteht Lebensgefahr!

3. Schiffe schauen ohne Gefahr!
Buhnen sind mit Schüttsteinen geformte Bauwerke, die die Strömung ablenken und das Ufer schützen. Die Steine sind meist lose geschüttet und stark mit Algen bewachsen. Es besteht Rutsch- und Verletzungsgefahr! Die Wellen der Schiffe können während der Vorbeifahrt leichtsinnige Menschen von den Steinbuhnen aus ins Wasser oder auf die Steine schleudern.

4. Gefahr durch Munitionsfunde!
Im Watt vor den Cuxhavener Stränden werden trotz Kontrollen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst zum Schutz der Bevölkerung immer noch Munitionsreste gefunden. „Verdächtige“ Metallteile dürfen keinesfalls berührt werden. Informieren Sie in diesem Fall sofort die Polizei unter 110!

5. Vorsicht bei Seenebel!
Seenebel kann an der Küste ohne Vorwarnung innerhalb kurzer Zeit auftreten. Zu Ihrer Sicherheit werden dann die Signalbälle an den Rettungsstationen hochgezogen. Gehen Sie bei Nebel grundsätzlich nicht ins Watt!

6. Schlickfeldern ausweichen!
Generell haben wir vor der Küste Cuxhavens festes Sandwatt. An einigen Stellen zwischen Döse, Duhnen und Sahlenburg befinden sich jedoch Schlickfelder. Hier besteht Einsinkgefahr, umgehen Sie bitte diese Gebiete!

7. Der medizinische Notfall im Watt!
Rufen Sie im Notfall die Feuerwehr/Rettungsdienst unter 112 an.

8. Müll mitnehmen!
Hinterlassen Sie nichts als Ihre Fußspuren! Halten Sie den Lebensraum Wattenmeer sauber und entsorgen den Müll zu Hause.

9. Nur die Ruhe!
Genießen Sie die Ruhe im Watt. Strände an Nordsee und Elbe sind wundervolle Erholungsgebiete, an denen man herrlich entspannen kann.

Einheimische und versierte Gäste kennen sich mit der hiesigen Landschaft und ihren Bedingungen aus. Helfen Sie bitte, wenn Sie erkennen, dass sich Personen in Gefahr begeben! Geben Sie diese Informationen gerne weiter und sprechen Sie ihre Mitmenschen darauf an, sie werden es ihnen danken!
Munitionsfunde im Watt

In deutschen Böden liegen noch Zehntausende unentdeckte Blindgänger aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.
Leider werden auch in Cuxhaven durch die ständigen Veränderungen des Wattenmeers, durch Ebbe und Flut, Sturmfluten und Eisgänge, Munitionsfunde freigelegt oder angeschwemmt.

Hierbei handelt es sich eher um Ausnahmen. Trotzdem lassen sich diese nie ausschließen.

Wer meint, trotz regelmäßiger Kontrollen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zum Schutz der Bevölkerung, eine alte Waffe oder Munition beim Buddeln im Sand oder beim Spaziergang im Wattenmeer gefunden zu haben, sollte am besten direkt bei der Stadt Cuxhaven, beim Amt für Sicherheit und Ordnung, unter der Tel.-Nr. 700301 anrufen, die Polizei benachrichtigen oder sich nach der Absperrung bzw. Kennzeichnung des Bereiches an die Mitarbeiter der Rettungsstationen wenden. Grundsätzlich müssen die Kampfmittel am Fundort verbleiben und der Platz gesichert werden, um keinesfalls Dritte zu gefährden. Die Entscheidung über die Art und Weise der Bergung von Kampfmitteln, ihres Abtransportes oder einer Entschärfung vor Ort, trifft der Kampfmittelbeseitigungsdienst.
Mehr Informationen zum Thema Sicherheit im Watt finden Sie in unserem Prospekt "Wattwandern"